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Wolfsburg+ 4/2013

international? „rund 25 Prozent der Übernachtungs­ gäste sind ausländer. Daher ist bei uns mindestens englisch in den Wolfsbur­ ger Hotels standard“, erklärt DeHoGa­ Vorsitzender Wolfgang strijewski und inhaber von strijewski´s Hotel & restau­ rant. „Je nach Qualität des Hotels kann in einem Großteil der Betriebe eine un­ terhaltung sogar in mehreren sprachen geführt werden. auch zweisprachige speisekarten sollten in unseren Hotels heute standard sein. Das gilt auch für die Qualitätsgastronomie. Man muss ein gewisses internationales niveau in einer stadt wie Wolfsburg erwarten können. Wer da als Gastronom nicht offen ist, fällt hinten runter. insgesamt kön­ nen sich aber unsere Gäste auf ein gutes Hotelangebo­ te freuen und eine breit gefächerte Gastronomie, die mit viel Qualität überzeugt.“ foto oben: fotolia/minerva studio GAstRonomie + hotels ist viel Fingerspitzengefühl und Geduld erforderlich.“ Atsushi Meguro ergänzt: „Im Westen wird gleich mit dem Wesent- lichen begonnen, dagegen startet man in der japanischen Welt mit kleineren Erklärungen. Erst zum Schluss kommen wir zu einem konkreten Ergebnis. Ich glaube, dass manchmal die Deutschen Schwierigkeiten haben, zu verstehen, was Japaner sagen wollen. Deshalb holt man sich am besten während eines Ge- sprächs immer wieder eine Rückmel- dung und Bestätigung.“ Wertschätzung ist alles Was können beide Kulturen voneinan- der lernen? Rüdiger Lutz ist sehr ange- tan von der Kompetenz der Japaner, die immer sehr gut vorbereitet sind. Und sie kommunizieren schnell und effizi- ent. Und wie sieht das Atsushi Meguro? „Wir könnten ein bisschen mehr von der westlichen Logik und Klarheit lernen. Man kann sehr schnell verstehen, was die Menschen hier denken oder sagen wollen. In Japan dagegen ist vieles sehr komplex. Man braucht sehr viel Zeit, um etwas wirklich zu verstehen.“ Auch für einen guten deutsch-japani- schen Umgang können unsere beiden Ansprechpartner ein paar Tipps beisteu- ern: „Wertschätzung steht über allem. Höflichkeit und Respekt vor den Eigen- arten des anderen sind die Basis für vertrauensvolle Partnerschaft“, betont Rüdiger Lutz. Selbst wenn man den an- deren nicht sofort versteht, sollte man trotzdem mit Höflichkeit, Respekt und Geduld auf den anderen zugehen. Man darf sich nicht darauf verlassen, sich mit seinem eigenen kulturellen Konzept überall durchsetzen zu können. Auch eine Einladung zum Abendessen sollte man annehmen, weil dort häufig die tags- über entstandenen Differenzen wieder geglättet werden. „Vermeiden sollte man auch ein extremes, überzogenes Auftre- ten, weil man unter Umständen etwas zerschlagen würde, was sich nur schwer wieder aufbauen lässt. Häufig eskaliert ganz unbedacht eine Situation, die auf ja- panischer Seite dann überbewertet wird.“ Passend dazu nennt Atsushi Meguro ein japanisches Sprichwort: „,Der Feind des Vaters bleibt auch für sein Enkelkind ein Feind.̒ Natürlich entspricht das heute nicht mehr ganz dem modernen Japan, aber es verweist auf unsere Tradition“, betont Atsushi Meguro. Humor gehört übrigens zu den Fettnäp- fen, in die man treten kann. „Er lässt sich ganz schwer vermitteln, weil Humor fast immer nur im Kontext der entspre- chenden Kultur zu verstehen ist. Über- haupt nicht angebracht sind zynische Bemerkungen. Freundlichkeit funktio- niert dagegen immer. Und natürlich ein Lächeln“, betont Rüdiger Lutz, während Atsushi Meguro nickt und uns ein Lä- cheln schenkt. fotos: michael uhmeyer (4) Wer da als Gastronom nicht offen ist, fällt hinten runter. insgesamt kön­ nen sich aber unsere Gäste auf ein gutes Hotelangebo­ te freuen und eine breit gefächerte foto oben: fotolia/minerva studio Rüdiger lutz • head of aWtC Wolfsburg office – aWtC Europe • heinenkamp 19 • 38444 Wolfsburg • telefon 05308 9306-144 • ruediger.lutz@awtce.de • www.awtce.net +15top-thema | 14

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