Tourismus in Wolfsburg 2020: Rückgang der Übernachtungszahlen

Wolfsburg, 25.03.2021 – Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen haben die Wolfsburger Tourismusbranche im Jahr 2020 erheblich geschwächt. Die Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH (WMG) und der DEHOGA-Kreisverband Region Wolfsburg-Helmstedt setzen nun weiter auf gezielte strategische Maßnahmen, um die hiesige Tourismuswirtschaft bestmöglich zu unterstützen.

Ein Geschäftsmann vor dem The Ritz-Carlton in Wolfsburg als Symbolbild für den Tourismus in Wolfsburg in 2020.

(c) WMG Wolfsburg

Nach dem Rekordjahr 2019 mit über 650.000 Übernachtungen sind die Rückgänge infolge der angeordneten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in Wolfsburg gravierend. Für 2020 zählt die Statistik 62 Prozent weniger Übernachtungen und Gästeankünfte im Vergleich zum Vorjahr. Bereits ab Februar 2020 wurden schnell und konsequent Geschäftsreisen unterbunden. Wenngleich Wolfsburg im Sommer im Freizeittourismussegment zulegen konnte, ist der Rückgang der Übernachtungen auf das gesamte Jahr im Vergleich zu anderen Destinationen besonders groß und liegt gleichauf mit den großen Messestädten München und Köln. Insgesamt wurden nur 253.546 Übernachtungen verzeichnet.

„Der Tourismus ist nach wie vor ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für den Standort Wolfsburg. Infolge der Corona-Pandemie kommen die rückläufigen statistischen Zahlen nicht unerwartet und zeigen vielmehr in aller Deutlichkeit den weiterhin dringenden Unterstützungsbedarf des lokalen Gastgewerbes auf“, erläutern die WMG-Geschäftsführer Jens Hofschröer und Dennis Weilmann.

„Insbesondere die Nachfrage nach Tagungs- und Kongressveranstaltungen war 2020 in Wolfsburg hoch und somit waren unsere Prognosen für das Gesamtjahresergebnis positiv. Die Corona-Maßnahmen führten in der gesamten Branche jedoch zu einer Stornierungsflut, die sich jetzt in den Kennzahlen deutlich widerspiegelt“, erklärt Christoph Kaufmann, Bereichsleiter Tourismus bei der WMG.

„Die Zahlen zeigen deutlich, wie schwer die Coronakrise insbesondere die Hotellerie und Gastronomie getroffen hat. Um die Betriebe vor weiterem wirtschaftlichen Schaden zu bewahren, brauchen wir neben den zugesagten Wirtschaftshilfen eine Öffnungsstrategie durch die Politik. Hier sehe ich dringenden Handlungsbedarf“, betont Melanie Perricone, Vorsitzende des DEHOGA-Kreisverbandes Region Wolfsburg-Helmstedt.

Um die Auswirkungen der Pandemie auf die hiesige Tourismusbranche bestmöglich abzufedern, bündelt die WMG mit starken Partnern wichtige Synergien und setzt einen umfassenden Strategie- und Maßnahmenplan um. So wurden bereits im letzten Jahr mit der Kampagne „Urlaub in Wolfsburg“ Freizeitgäste und Urlauber für einen Aufenthalt in Wolfsburg begeistert. Auch die kürzlich veröffentliche Kampagne „Ja, in Wolfsburg“ präsentiert in Kooperation mit zahlreichen Partnern die Vorzüge Wolfsburgs als lebenswerte Stadt mit besonderem Freizeitwert.

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